Was versteht man unter dem Palmar Reflex, auch Handgreifreflex genannt ?

Palmar Reflex

Entstehung 11. Woche im Mutterleib, wird durch willkürliches Greifen im 3. Monat und später differenzierter Hand – Fingermotorik abgelöst

 

Durch Druck auf die Handinnenflächen wird der Greifreflex ausgelöst, indem sich  kleiner Finger, Ring- und Mittelfinger zur Handinnenfläche bewegen. Der Daumen wird zunächst nicht eingesetzt.

Der Palmar-Reflex kann neben einem taktilen Stimulus auch über Saugbewegungen ausgelöst werden (Babkin-Reaktion). Das Baby bewegt im Rhythmus des Saugens seine Hände in knetenden Bewegungen. Diese Reaktion zeigt den engen neurologischen Zusammenhang zwischen Hand- und Mundmotorik.

Evolutionsgeschichtlich dient der Reflex dazu sich an der Mutter festzuklammern.

Welche Symptome können sich zeigen, wenn der Reflex nicht integriert wurde?

Das Bestehen des Palmar Reflexes erschwert die weitere Entwicklung der Handmotorik und der feinmotorischen Koordinationsfähigkeit, auch die Sprachentwicklung kann mit beeinträchtigt sein.

 

Baby und Kleinkindalter

Willkürliches Loslassen nicht möglich

Keine differenzierten Greiftechniken

Daumen wird nicht in Opposition gebracht

 

Schulkindalter

Wenig differenzierte Greifmuster (kein Pinzettengriff)

Schwierigkeiten in der Grafomotorik

Tätigkeiten (Schneiden, Schreiben) werden häufig von Mund – und Zungenbewegungen begleitet (Babkin Reaktion)

Feinmotorische Schwierigkeiten

Artikulationsschwierigkeiten (Babkin)

Hypersensibilität der Handinnenflächen

 

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