Such - und Saugreflex

Was versteht man unter dem Such – und Saugreflex ?

Suchreflex

Entstehung 24 – 28. SSW intrauterin, Weiterentwicklung 3. – 4. Monat nach der Geburt zu reifen Saug- und Schluckbewegungen, diese bilden die Grundlage das Sprechen und für die deutliche Artikulation

Der Reflex unterstütz das Stillen. Berührungen von Wange oder Mundregion lösen den Suchreflex aus, das Baby wendet sich dem Reiz zu und öffnet den Mund, um den Saugvorgang zu beginnen. Im Volksmund wird er auch Brustsuchreflex genannt.

 

Welche Symptome können sich zeigen, wenn der Reflex nicht integriert wurde?

Baby und Kleinkindalter

Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme

Schwierigkeiten beim Trinken und Schlucken

Daumennuckeln

 

Schulkindalter

Die Zunge ist zu weit vorne im Mund

Speichelfluss

Schlechte Artikulation

Hypersensibilität des Mundbereiches

Vermeidet bestimmte Nahrungskonsistenzen

Wählerisch beim Essen

 

Saugreflex

Entstehung 24 – 28. SSW intrauterin, Weiterentwicklung 3. – 4. Monat nach der Geburt zu reifen Saug- und Schluckbewegungen, diese bilden die Grundlage für das Sprechen und für die deutliche Artikulation

Der Reflex ist unmittelbar nach der Geburt am Stärksten. Das Baby wendet sich sofort der Nahrungsquelle Brust zu und findet diese auch ohne Hilfe. Der Saug Reflex des Babys sorgt für ein nach vorne Strecken der Zunge, um die Brustwarze zu umschließen. Wird der Reflex nicht sofort bedient, so schwächt er ab.

Ist der Reflex noch vorhanden, so können Schluckbewegungen durch das Zungenvorstoßen beeinträchtigt werden, die Zunge bewegt sich vor dem Schlucken nach vorne.

Unreife Saug- und Schluckbewegungen haben zudem Einfluss auf die Hände (Babkin-Reaktion).

 

Welche Symptome können sich zeigen, wenn der Reflex nicht integriert wurde?

Baby und Kleinkindalter

Häufige Mittelohrentzündungen /Paukenergüsse aufgrund schlechter Belüftung

Schwierigkeiten beim Trinken lernen aus einem Becher

Schwierigkeiten bei der Aufnahme fester Nahrung

 

Schulkindalter

Artikulationsschwierigkeiten

Probleme in der Mundmotorik (z. B. Pfeifen, Pusten)

Überbiss bedingt durch die Zungenposition

Babkin Reaktion, schlechte Feinmotorik

Handbewegungen beeinträchtigen das Sprechen

Sprechen oder Kauen beeinträchtigen die Feinmotorik

FINDEN SIE ANHAND DES INPP FRAGEBOGENS HERAUS, OB NEUROMOTORISCHE UNREIFE ALS URSACHE FÜR DIE PROBLEME IHRES KINDES IN FRAGE KOMMEN KANN