Ergotherapie bei Demenz

Ergotherapie bei Demenz in Northeim

Ergotherapie bei Demenz

 

"Ergotherapie hat positive Effekte bei mittlerer und schwerer Demenz. Sie ver­bessert die Lebensqualität und den Gemütszustand von Demenzkranken Das berichten Wissenschaftler im Health Technology Assessment-Bericht (HTA-Bericht) des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI)."

Was versteht man unter Demenz ?

Der Begriff Demenz stammt aus dem lateinischen und bedeutet soviel, wie "ohne Geist, von Sinnen". Es handelt sich um krankheitsbedingte Veränderung der Leistungsfähigkeit des Gehirns. Es entsteht ein Abbau der kognitiven Fähigkeiten (Gedächtnis und Denkfähigkeit). Demenz ist eine der schwersten Alterserkrankungen. Durch den medizinischen Fortschritt und der damit verbundenen höheren Lebenserwartung  nimmt die Zahl der älteren Menschen zu. Am häufigsten resultiert eine Demenz aus der Alzheimererkrankung, es können jedoch auch gefäßbedingte Schäden als Ursache in Frage kommen.

 

Folgende Merkmale sind charakteristisch für eine dementielle Erkrankung

Störung der Gedächtnisfunktionen

Schwierigkeiten in der Kommunikation

Antriebsstörungen

Stimmungsschwankungen

Störung in der motorischen Planungsfähigkeit

Beeinträchtigung von Handlungsplanung und Organisation

Unfähigkeit, Dinge und Personen wiederzuerkennen

Veränderung der Persönlichkeitsstruktur

Was kann  Ergotherapie für Demenzkranke und ihre Angehörigen tun?

Jeder Mensch hat das innere Bedürfnis, in seinen Alltagssituationen sinnvoll geistig aktiv und fit sein zu können. Bei einer Demenzerkrankung zeigen sich Schwierigkeiten in der selbstständigen Bewältigung des Alltags, auch demenzerkrankte Menschen haben das Bedürfnis sinnvoll zu handeln. Gelingt dieses nicht , zeigen sich oft Anzeichen von Rückzug, Depression oder Aggressivität.

Ergotherapie versteht sich als "Hilfe" zur "Selbsthilfe",unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters,
 die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. 

Es geht darum, mit dem Patienten und dessen Angehörigen herauszufinden, welche Aktivitäten für den Betroffenen damals wichtig waren und heute wichtig sind. Es geht auch darum, die alltäglichen Handlungen zu unterstützen, zu vereinfachen und zu beüben, damit die größtmögliche Selbstständigkeit im Alltag gewährleistet ist.

Es ist auch wichtig, Angehörige mit einzubeziehen, Tipps und Tricks im Umgang mit dem Erkrankten  zu vermitteln.

 Was kommt in der Therapie zum Einsatz?

Übungen zur Alltagsstrukturierung

Gedächtnistraining / Hirnleistungstraining

motorische Übungen

Wahrnehmungstraining

Angehörigenberatung

Wohnungsanpassung

Hilfsmittelversorgung

Biografiearbeit